Fahrzeuge mit alternativen Antriebskonzepten erobern zunehmend den
Automobilmarkt. In Ländern wie Japan haben Hybridfahrzeuge inzwischen einen
Marktanteil von zehn Prozent. Und auch auf der NAIAS in Detroit, der größten
Automobilausstellung Amerikas, gehören die Studien der Aussteller rund um
Hybrid und Elektroautos zu den spannendsten Neuerungen. So wird Honda
beispielsweise endlich nach mehr als 20 Jahren den Nachfolger des legendären
NSX zeigen. Damit bietet der japanische Autobauer neben dem Honda
CR-Z Hybrid,
der eher in den unteren Segmenten zu verorten ist, ein wahres Flagschiff im
Bereich Sportwagen an, der in unmittelbarer Konkurrenz mit den europäischen
Sportwagenherstellern wie Porsche oder Lamborghini steht. Interessant
hierbei ist nun, dass es den NSX auch als Hybridfahrzeug geben soll. Damit
wird deutlich, wenn man sich heute für die Entwicklungen innerhalb der
Automobilbranche interessiert, dann kommt man am Thema „alternative
Antriebskonzepte“ nicht vorbei. Und warum sollte man sich als Mensch, der
sich mittlerweile in der zweiten Lebenshälfte befindet, nicht mehr mit
diesen neuen Technologien auseinandersetzen?
Es gibt derzeit
eigentlich zwei ganz unterschiedliche Tendenzen. Da wären zum einen die
Lösungen, die auf alternative Kraftstoffe wie Biodiesel, Pflanzenöl oder
Erdgas setzen. Dem stehen die Konzepte von Elektrofahrzeugen und Hybriden
gegenüber. Das, was beide Antriebskonzepte eint, ist in erster Linie das
Ziel, die Abhängigkeit von den immer geringer werdenden Erdölressourcen zu
minimieren. Immer wieder wird in diesem Zusammenhang auch von den positiven
Konsequenzen für die Umwelt gesprochen. Klingt ja eigentlich logisch:
weniger Abgase heißt doch auch, dass die Umwelt geringer belastet wird, oder
doch nicht?
Es werden erste kritische Stimmen laut, die die
Umweltverträglichkeit der Lithium-Ionen-Batterie, also dem gebräuchlichsten
Akku, mit dem die Elektromotoren von E-Auto und Hybrid angetrieben werden,
in Frage stellen. Tatsächlich gab es lange Zeit keine Studien, die die
tatsächliche Umweltbelastung zwischen einem herkömmlichen Benziner und einem
Elektroauto verglichen haben. Es war also nicht bekannt, wie die
Herstellung, Nutzung und Entsorgung der Akkus sich auf die Umwelt auswirken.
Erstmals hat nun ein Forscherteam die Umweltbilanz der
Lithium-Ionen-Batterie untersucht. Entgegen ursprünglicher Befürchtungen
wird die aufwendige Herstellung durch den Vorteil des Elektroantriebs
wettgemacht. Entscheidend ist allerdings, auf welche Art der Strom gewonnen
wurde, mit dem die Lithium-Ionen-Batterie aufgeladen wurde. Wenn der Strom
nicht durch Wasserkraft oder Wind gewonnen wird, belastet der Antrieb eines
Elektroautos gleichfalls die Umwelt. Man bemerkt es nur nicht, da die Abgase
nicht unmittelbar aus dem Auspuff des eigenen Autos kommen. Die
Umweltbelastung durch ein Elektroauto bleibt ungeachtet geringer, als jene,
die im Durchschnitt durch Autos mit Verbrennungsmotor verursacht werden. Man
musste schon einen Benziner fahren, der höchstens 4 Liter auf 100 Kilometer
verbraucht, um eine ähnliche Umweltbilanz aufzuweisen.
Vielleicht
muss man heute noch nicht zwingend ein Hybrid- oder ein Elektroauto kaufen,
um Benzin zu sparen oder der Umwelt zu helfen. Es bringt ja auch schon viel,
wenn man seinen Golf oder seinen
Honda Type S
nicht immer mit Vollgas fährt.